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TYP. WÄRMEBRÜCKEN 1

Berechnung der Wärmebilanz

Eine gewisse Berücksichtigung der Wärmebrückeneffekte findet schon dadurch statt, dass bei der Aufnahme der Teilflächen der termischen Hülle generell nicht mit Innenmaßen sondern mit den größeren Außenmaßen gearbeitet wird. Zusätzlich wird gemäß EnEV in der Wärmebilanzrechnung auf alle Flächen ein Zuschlag von ,1 W/(m²*K) auf die U-Werte aller Bauteile eingerechnet. Werden im Neubau die in der DIN 4108 Beiblatt 2 aufgeführten Konstruktionsbeispiele verwendet, so halbiert sich der Aufschlag auf 0,05 W/(m²*K).

In dem Beiblatt 2 zur DIN 4108 sind zahlreiche Beispiele für wärmebrückenarme Konstruktionen detailliert beschrieben. Rechts unten steht jeweils der längen bezogene Wärme brückenkoeffizient Ψ-(Psi).

Bei sorgfältiger Planung lohnt es sich, die Wärmebrücken genau einzeln zu bilanzieren, entsprechend der DIN V 4108 – 6: 2000.11 in Verbindung mit weiteren anerkannten Regeln der Technik. Üblicherweise lässt man diese Arbeit von einem Fachplaner ausführen. Bei der detaillierten Berechnung entfällt der pauschale U-Wert- Zuschlag auf die Flächen. Bei geometrischen Wärmebrücken können sich sogar wegen des Außenmaßbezugs negative Ψ-(Psi) Werte ergeben. Der Erwerber eines Neubaues sollte sich in jedem Fall bei den Planern erkundigen, wie Wärmebrücken bilanziert bzw. minimiert wurden.

Bewertung im Altbaubestand

Der pauschale Zuschlag von 0,1 W/(m²*K) gilt prinzipiell auch für Bestandsgebäude, allerding reicht er in vielen Fällen bei weitem nicht aus. Bei Betonbauten mit vielen Versprüngen und auskragenden Bauteilen können die Wärmebrücken über 20 % der gesamten Wärmeverluste ausmachen. Werden solche Gebäude gedämmt ohne die Wärmebrücken zu beseitigen, steig der relative Anteil dieser Verluste noch weiter. Zudem sind Bauschäden durch Kondensation wahrscheinlich. Es ist seitens des DIN-Ausschusses geplant, einen Katalog für die typischen Wärmebrücken im Bestand zu erstellen. Bi zu dessen Fertigstellung bleibt nur die eigene Berechnung oder die Suche nach den vorgefunde Bauteildetails in bereits erschienen Wärmebrückenatlanten.

Anschluss Fenster / gedämmte Außenwand

Bleibt zwischen Fensterrahmen und Außendämmung eine Lücke mit ungedämmtem Mauerwerk, so ist der Wärmeverlust in der Fensterlaibung sehr hoch. Laibung und Rahmen bleiben kalt und werden oft feucht. Sollen die Fenster nicht verändert werden, besteht eine gute Lösung darin, die Fensteröffnung außen rundum ebenfalls mit mindestens 3 cm Dämmstoff bis zum Fensterrahme zu dämmen. Im Neubau und im Fall einer gleichzeitigen Sanierung von Fenster und Außenwand sollten die Fenster außenbündig ins Mauerwerk gesetzt und die Außendämmung mindestens 3 cm über den Fensterrahmen gezogen werden.

Eine anschauliche Art der Darstellung sind von dem Wärmebrückenprogramm erzeugte Thermografiebilder. Hier ein Schnitt durch eine ungedämmte Fensterlaibung (Draufsicht): links der Bauteilaufbau, rechts die berechnete Temperaturverteilung. Die Temperatur in der Kante am Fenster sinkt auf Werte, die bei leicht erhöhter Luftfeuchte zu Kondensat und Schimmel führen.

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