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BELÜFTETER ODER NICHTBELÜFTETER RAUM ZWISCHEN DEN SPARREN?

Belüfteter und nichtbelüfteter Aufbau zwischen den Sparren Die Dämmung zwischen den Sparren kann gemäß DIN 4108 sowohl als belüftete als auch nichtbelüftete Konstruktion ausgeführt werden.

Grundsätzlich sind zwei Belüftungsebenen im Dach zu unterscheiden. Die erste Ebene zwischen Eindeckung und Unterdach dient zur Abführung von außen eindringender Feuchtigkeit (Flugschnee, Schlagregen), von der Dachhaut abtropfendem Tauwasser (Frost-Tauwechsel: die Eindeckung ist oftmals kälter als die Umgebungsluft) und zur ‚Entwärmung‘ der Dacheindeckung im Sommer bzw. bei Schneeauflage. Diese Belüftung ist von der Art der Dämmung unabhängig.

1: Dacheindeckung, 2: Dachlattung, 3: Konterlattung / Lüftungsebene, 4: Unterdach /Winddichtung 4a: Unterspannbahn, 5: Lüftungsebene, 6: Wärmedämmung, 7: Dampfsperre / Luftdichtigkeitsschicht, 8: Unterkonstruktion (Raum für Elektro-Installationen), 9: Innenverkleidung, 10: Dachsparren, 11: Firstpfette, 12: Anpressleiste, 13: vorkomprimiertes Fugendichtungsband o.ä.

Für einen Dachaufbau ohne zweite Belüftungsebene, wie er heute im Neubau Praxis ist, sprechen eine Reihe von Gründen: 

  • Oftmals kann eine ausreichende, durchgehende Belüftung nicht sichergestellt werden (Dachgeometrie, Gauben, Schornsteine, Dachfenster etc.). Bauschäden sind die Folge, wenn man sich dann auf die ganz oder in Teilen fehlende „Belüftung“ verlässt.
  • Die gesamte Sparrenhöhe steht beim unbelüfteten Aufbau für die Dämmung zur Verfügung. Dies ergibt einen deutlich besseren Wärmeschutz.
  • Wasserdampfdiffusion und Luftströmungen können keine Schäden anrichten, wenn die innere Dampfsperre sorgfältig ausgeführt wird.
  • Es gibt weder kalte Zugluft noch Wärmeverluste durch eindringende Kaltluft oder durch Fugen und Ritzen ausströmende warme Raumluft.
  • Das Dach ist auch „winddichter“. Der Dämmstoff kann nicht von Kaltluft ‚durchspült‘ werden.

Beim nichtbelüfteten Dach wird auf eine zweite Belüftungsebene zwischen Dämmstoff und Unterspannbahn verzichtet. Die Hinterlüftung der Dachhaut (erste Ebene) bleibt vorhanden. Die zweite Ebene soll eventuell von innen in die Konstruktion diffundierenden Wasserdampf abführen. Diese Luftschicht ist durch die DIN 4108 nicht zwingend vorgeschrieben und kann häufig auch nicht sichergestellt werden. Der Aufbau ohne zweite Belüftungsebene erfordert eine sorgfältige, luftdichte Ausführung der raumseitigen Dampfsperre ohne Fugen und Ritzen. Was beider Herstellung der Luftdichtigkeit des Daches beachtet werden muss, wird in der Energiespar-Information Nr. 7 ausführlich beschrieben.

1: Dacheindeckung, 2: Dachlattung, 3: Konterlattung / Lüftungsebene, 4: Unterdach /Winddichtung 4a: Unterspannbahn, 5: Lüftungsebene, 6: Wärmedämmung, 7: Dampfsperre / Luftdichtigkeitsschicht, 8: Unterkonstruktion (Raum für Elektro-Installationen), 9: Innenverkleidung, 10: Dachsparren, 11: Firstpfette, 12: Anpressleiste, 13: vorkomprimiertes Fugendichtungsband o.ä.

Das sagen die technischen Regelwerke zur Belüftung von Dächern:

Zwei Belüftungsebenen sind zulässig, wenn gemäß DIN 4108, Teil 3 die Anforderungen an die Belüftungsquerschnitte (mind. 2 cm), die Zu- und Abluftöffnungen, die innere Dampfsperre in Abhängigkeit von der Sparrenlänge für die gesamte Dachfläche eingehalten wird.

Der Aufbau ohne zweite Belüftungsebene ist zulässig, wenn

  • die innere Dampfbremse sehr dampfdicht ist (DIN 4108: sd min. 100 m), z.B. durchgängig verlegte Aluminiumfolie ab 0,05 mm Dicke. Keine alukaschierten Randleistenmatten.
  • eine durchgängige und dicht verlegte innere Dampfbremse ( sd min. 2 m, z.B. PE-Folie) mit einem diffusionsoffenem Unterdach (Unterspannbahn mit sd kleiner 0,3 m oder bituminierter Holzweichfaserplatte) kombiniert wird. (Richtlinie des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks)
  • ein Einzelnachweis nach DIN 4108 durchgeführt wird.
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